Freitag, 4. Mai 2012

Kommunionsstress

Eine Erstkommunion vorzubereiten ist gar nicht so wenig Arbeit, vor allem wenn man ein bisschen was Besonderes machen möchte wie zum Beispiel eine Kommunionskerze oder ein Altartuch.

Letzte Woche haben wir die Einladungen gebastelt und verschickt. Gestern wurde die Kerze fertig gestaltet und Lena und ich sind sehr zufrieden mit unseren Basteleien.

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Kommunionsvorbereitungen. Am Vormittag war ich bei einer anderen Mama und wir haben uns überlegt, wie wir das Altartuch bemalen möchten. Sie hatte die Konturen schon vorgezeichnet und es sah einfach super aus. Am Nachmittag gingen die Kinder zum Kommunionsunterricht und danach trafen wir Mamas und Kinder uns gleich in der Schule, wo die Kinder einen Teil des Tuches bemalten und wir mit ihnen die Lieder für den Gottesdienst durchsangen.
Und zu guter letzt ging es noch ins Kloster wo wir den 3. Elternabend für die Kommunion mit dem Pater abhielten. Ich hatte das Kirchenheft vorbereitet und zahlreiche Fürbitten zusammengeschrieben. Es wurden die Bibelstellen für die Lesungen und das Evangelium ausgewählt und besprochen, wie wir die Bänke für die Kommunionskinder stellen werden etc. Nun habe ich eben das Kirchenheft fertig gemacht und der nächste Termin mit dem Pater ist schon die Generalprobe am Tag vor der Erstkommunion.

Donnerstag, 12. April 2012

Fotos Paris

die Oper
Pyramide vor dem Louvre
in den Gärten beim Louvre
Place de la Concorde mit dem Basilisken
das Hard Rock Cafe - hier haben wir zu Mittag gegessen
die Kuppel des Invalidendoms
der Eiffelturm
Sacre Coeur am Montmartre
Notre Dame
Säule bei der Alexanderbrücke
die Alexanderbrücke mit dem Invalidendom im Hintergrund
die berühmteste Straße Paris
der Arc de Triumph
im Jardin du Luxembourg
im Jardin du Luxembourg
das Pantheon
Im Disneyland Paris - der Geburtstagszug (20 Jahre Disneyland)
Stuntshow in den Disney Studios
Eingang zum Disneyland
einer der vielen Lädchen im Disneyland
das war so toll!
das Märchenschloss
Schloss der Herzkönigin

Paris

Die Osterferien verbrachten wir in diesem Jahr in Paris. Unsere Kinder erfuhren erst am Flughafen, dass sie mitfliegen dürfen. Es war eine große Überraschung für sie und sie haben sich sehr gefreut. Jakob meinte zwar zuerst er bleibt lieber zu Hause bei Oma, aber letztendlich war auch er Feuer und Flamme als wir das Gepäck abgegeben und Richtung Gate gegangen sind.

Unser Flug startete pünktlich um 12:55 Uhr und wir landeten 1,5 Stunden später am Flughafen Charles de Gaulle. Während des Fluges waren die Kinder mit den Goodies der A-U-A beschäftigt und es gab keinerlei Zwischenfälle. Bloß bei der Landung bekam Lena Schmerzen im rechten Ohr, danach gings gottseidank wieder.

Nachdem wir unser Gepäck vom Band geholt hatten kaufte ich direkt beim Infoschalter am Flughafen die "Visite Paris Card" für uns 4. Sündhaft teuer... ich löhnte knappe 160 Euro für 5 Tarifzonen und 5 Tage. Aber da wir auch vor hatten, ins Disneyland zu fahren, war zumindest auch die Fahrt dorthin mit abgedeckt. Weiter gings zum RER B, der uns bis zum Gare du Nord bringen sollte. Der Zug stand schon am Gleis und wir machten es uns gemütlich. Je weiter wir in die Stadt kamen, umso mehr Leute stiegen ein. Ach was sag ich: Quetschten sich in den Zug. Unglaublich, sowas hab ich noch nirgendwo erlebt. Die Leute standen Schulter an Schulter bis zur Tür und trotzdem wollten immer noch Leute rein. Am Gare du Nord mussten wir in die Metro umsteigen. Mit 2 Koffern und 2 Kindern in den Menschenmassen und bei den schmalen Drehkreuzen durchzukommen war sehr mühsam. Die Metro wieder überfüllt, aber endlich waren wir bei Pigalle und suchten unser Hotel.

Im Vorfeld wurde mir ja per Mail schon angekündigt, dass die Familienzimmer nicht rechtzeitig fertig renoviert und wir eventuell statt einem 4er zwei Doppelzimmer bekommen werden. Das Hotel war eine Großbaustelle. Überall Schmutz, Bauarbeiter... Mir wurde etwas übel. An der Rezeption teilte mir die Dame mit, dass sie keine Buchung auf meinen Namen vorliegen hat. Ich erzählte ihr vom Mailverkehr mit ihrer Kollegin, dann wusste sie endlich Bescheid. Wir wurden in ein anderes Hotel weitergeschickt. Blöderweise wurde uns die falsche Metrostation genannt und so irrten wir durch die Stadt. Als wir endlich im richtigen Hotel angekommen waren, war es schon 18 Uhr und wir total fix und foxi. Unser Zimmer im Ibis Ber.thier war allerdings sehr großzügig. Wir hatten zwei Räume, 2 Bäder, 2 Fernseher. Es war zwar alles etwas billig eingerichtet, aber sauber und sehr ruhig.

Da wir alle sehr hungrig waren, machten wir uns nur etwas frisch und marschierten los. Nahe unseres Hotels fanden wir eine nette Pizzeria aßen gemütlich Pizza und Nudeln. Ein kurzer Stop in einem Supermarkt um Getränke, Obst und ein paar Snacks zu kaufen bevor wir wieder ins Hotel gingen und bald ins Bett fielen.

Ich hatte befürchtet, dass in einem 688 Zimmer Hotel am Frühstücksbuffet die Hölle los sein würde. So schlimm wars dann aber gar nicht. Mich wunderte nur das Angebot. Es gab verschiedene Kuchen, Croissants, Schokocroissants - alles picksüß. Ein paar Baquettes und 2erlei Brot. Müsli und Schokoflakes, Joghurts, Wurst und Käse, aber kaum Obst und Gemüse.

Nach dem Frühstück gingen wir auf Entdeckungsreise, fuhren mit dem Bus zur Oper und marschierten von dort aus zum Louvre. Dort tummelten sich schon sehr viele Leute. Wir hatten aber gar nicht vor, das Museum zu besuchen, vielmehr spazierten wir zur Pyramide, etwas über den Vorplatz des Louvre und dann in die angrenzenden Gärten, wo es wunderschön war und viele Skulpturen und kleine Seen zu bewundern gab. Am Place de la Concorde betrachteten wir noch den Basilisken ehe wir zur Metro gingen und ein paar Stationen fuhren, um ins Wachsfigurenmuseum "Musee Grèvin" zu gelangen. ich hatte die Tickets schon online vorbestellt (Kinder unter 6 haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 22 Euro, Kinder 15 Euro Eintritt - also etwas teurer als Madame Tussauds).

Erst erwartete uns im Saal der 1000 Spiegel eine tolle Illusionsshow mit Licht und Musik. Wunderschön! Das Museum ist sehr schön gestaltet und in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Musik - Geschichte - französische Schauspieler etc. Den Kindern hats echt gut gefallen. Und mir auch. Es sind Persönlichkeiten wie der Papst und Mutter Teresa, Nicole Kidman, Bruce Willis, Elton John, Louis Armstrong, Harrison Ford ausgestellt. Den Kindern hat am Meisten der Pantomime gefallen, der den einen oder anderen Besucher erschreckt hat ;-)

Nach dem Museum gings zu Fuß ein paar Minuten Richtung Hard Rock Cafe, wo wir uns T-Shirts kauften und auch gleich zu Mittag aßen. Die Kellner waren sowas von nett und die Kinder bekamen ein kleines Rätselheft und waren bis zum Essen erstmal beschäftigt. Gestärkt gings weiter zum Invalidendom und von dort aus zu Fuß zum Eiffelturm. Wir hatten Pech, denn einer der beiden Lifte war außer Betrieb und so gabs eine Wartezeit von 2 Stunden. Also beließen wir es dabei und machten nur ein paar Fotos, marschierten durch den Park und stärkten uns auf einer Bank bevor wir mit dem Bus Richtung Hotel fuhren.

Tag 3 verbrachten wir im Disneyland. Die Anreise ist eigentlich ganz einfach. Mit dem RER A kommt man von Les Halles direkt bis Marne La Valle (es sei denn man muss, so wie wir, 2x umsteigen, weil es technische Probleme gibt ;-)). Ich stellte mich auf lange Warteschlangen ein, da so viele Leute Richtung Eingang drängten. Erst mussten wir durch eine Sicherheitskontrolle, wo unser Gepäck wie am Flughafen durchleutet wurde. Wir hatten jedoch nicht viel dabei. Nur Wasserflaschen, Äpfel und ein paar Kekse. Ich traute mich nicht mehr mitnehmen, da man immer wieder von Taschenkontrollen gehört hat. Das ist aber alles kein Problem, solang man keine Glasflaschen mitführt sagt keiner was.

Ich hatte die Tickets auch schon vorab im Internet gekauft (Parkhopper Tickets gabs im März im Angebot für 53 Euro pro Person) und so kamen wir innerhalb von 5 min in den Park. Erstmal staunten wir nur, sahen vom Eingang aus schon das Märchenschloss in den Himmel ragen und marschierten einfach drauf los. Es war kalt, sehr kalt. Das Wetter bewölkt und immer wieder fielen ein paar Regentröpfchen. Disneyland ist riesig und an einem Tag kaum zu packen. Wir machten das Beste draus und fuhren mit einigen tollen Attraktionen. Die Wartezeiten hielten sich in Grenzen und lagen meisten zwischen 20 und 35 Minuten.

Gefahren sind wir zB mit "Peter Pan" - da fliegt man durch die Dunkelheit, sieht London von oben, Gefechte von Käpt'n Hook etc.

Mit der Schneewittchenbahn - die war eher langweilig. Zwar sehr nett und süß gestaltet, aber nix spektakuläres.

 Die beste Fahrt machten wir im "Pirates of the Caribean". Wir stiegen in Boote und fuhren am Wasser entlang. Es war sehr düster und schaurig. Das ganze Drumherum war so genial gestaltet. Piratendörfer, Schiffe etc. Echt eindrucksvoll. Und dann gings auf einmal mit dem Boot steil bergauf. Ich wusste schon was jetzt kommt... Auf der anderen Seite gings mit vollem Karacho nach Unten. Ich sah mich schon von oben bis unten nass gespritzt, es war aber dann ganz harmlos und wir kriegten nur ein paar Tröpfchen ab. Echt nett.

Mit dem "Big Thunder Mountain" sind wir auch gefahren. Unbedingt empfehlenswert! Es geht mit hoher Geschwindigkeit durch die Dunkelheit und dann rauf auf den Berg. Hat den Kindern echt gut gefallen. Und uns auch!

Spaß hatten wir auch im "Buzz Lightyear". Dort mussten wir mittels Laserpointern Punkte sammeln. Das war sehr witzig und wir sind gleich zweimal damit gefahren.

Was mir von der Aufmachung her am besten gefallen hat war das "Labyrinth der Herzkönigin" von Alice im Wunderland. Das war total nett. Total riesig, man musste echt lang gehen, bis man endlich zum Schloss der Königin gelangte. Von dort hatte man einen tollen Blick auf den Park.

Da wir ein Parkhopper-Ticket hatten verbrachten wir auch ein paar Stunden in den Disneystudios. Dort machten wir eine Tour mit einem Bummelzug, der uns an verschiedene Filmsets brachte. Als der Zug einmal stehen blieb, explodierte neben uns ein LKW, kurz darauf wurde eine Sturmflut simuliert, der  Zug schaukelte wild hin und her und das Wasser schoss in unsere Richtung. Genial!

Kurz darauf entdeckte Jakob die "Cars-Bahn". Da stellten wir uns gleich an und er war auf einmal noch viel aufgeregter. Überall gab es Bilder von Lightning McQueen und seinen Freunden, der Piston Cup war ausgestellt etc.

Es gab so viel zu sehen und bald war es 20 Uhr und wir flanierten noch durch ein paar Disneylädchen, ehe wir mit dem Zug zurück in die Stadt fuhren, noch Abend essen gingen und gegen 23 Uhr in unsere Betten fielen.

Den nächsten Tag starteten wir am Montmartre. Dort wimmelte es von Menschen, aber wir stiegen die Stufen hoch zum Sacre Coeur. Dort fand leider eine Messe statt und wir durften keine Fotos machen. Die Kirche ist wunderschön. Wie aus 1001er Nacht steht sie hoch oben am Hügel. Echt sehenswert. Der Ausblick auf die Stadt ließ zu wünschen übrig, da es wieder ziemlich bewölkt war. Das Visit Paris Ticket ist übrigens auch für die Fahrt mit der Seilbahn auf den Montmartre gültig!

Weiter gings zur Kirche Notre Dame. Ein beeindruckendes Gebäude, das wir allerdings nur von außen gesehen haben, weil die Warteschlange für den Eintritt in die Kirche und auch für den Aufstieg auf den Turm so megalang waren. Also marschierten wir einfach weiter. Machten Rast in einem kleinen Park wo die Kinder sich ein bisschen austobten, gingen dann weiter zur Bastille. Die Säule ist das Einzige, was vom Sturm auf die Bastille übrig geblieben ist. In der Nähe verweilten wir in einem kleinen Bistro, aßen ein Menü, die Kinder bekamen vom Kellner noch Süßigkeiten mit auf die Reise und wir setzten unseren Marsch fort. Es ging zur Champs Elysee! Ich hatte mir eine Prachtstraße vorgestellt, war dann sehr enttäuscht. Es ist einfach eine vielbefahrene Straße. Linkerhand die ganzen Autohändler (Peugeot, Renault etc.) die ihre Luxuswägen präsentieren. Rechterhand NAFNAF, Marionnaud etc. Wir gingen die Straße entlang bis zum Arc de Triumph.

Dort stiegen wir dann in die Metro und fuhren zum Montparnasse Turm. Der Lift brachte uns in den 56. Stock auf 207 m und somit den höchsten Punkt der Stadt. Dort gab es eine tolle Aussichtsplattform mit Rundblick über die ganze Stadt. Da sahen wir dann erst richtig, wie groß Paris eigentlich ist. Leider war es etwas nebelig. Wir sahen zwar bis zum Eiffelturm, aber bei klarer Sicht wäre es noch schöner gewesen.

Da es nun schön sonnig war besuchten wir am Abend noch den Jardin du Luxembourg, einen wunderschönen Garten vom Palais de Luxembourg. Dort war es echt herrlich. Man merkte kaum, dass man sich in einer Großstadt befindet, auch wenn überall Leute auf Parkbänken und Stühlen in der Sonne saßen. Der Eintritt in den Park ist frei, möchte man allerdings den dortigen Abenteuerspielplatz oder die Toilette besuchen, zahlt man. Der Spielplatz war allerdings schon zu, sehr zum Leidwesen der Kinder, dafür durften sie mit dem Karussell fahren und mit einer Lanze versuchen, Ringe zu erwischen. Das war echt nett und das Karussell fuhr gute 10 min um 1,50 Euro!

Am Samstag Vormittag besuchten wir noch den Friedhof Pere Lachaise. Ein beeindruckender Ort. Riesengroß, hügelig, viele uralte Gräber, Mausoleen etc. Wir machten uns auf die Suche nach den Gräbern von James Morisson und Chopin. Am Grabe James Morissons lagen viele Blumen und am Baum neben seinen Grab hinterlassen Fans Herzen und Nachrichten für ihn. Chopins Grab war auch Blumengeschmückt mit einer einfachen Statue als Grabstein.

Zurück im Hotel checkten wir aus, riefen uns ein Taxi für die Fahrt zum Flughafen und um 16:55 Uhr ging es zurück nach Hause.

Mittwoch, 11. April 2012

Fotos Kopenhagen

Statue vor Schloss Amalienborg

Aussicht vom Runde Tarn
Rathaus
der Runde Tarn 
Schloss Rosenborg
die Kleine Meerjungfrau
in der Marmorkirche
Schloss Amalienborg
die Oper
Rathaus von Malmö
Bibliothek in Malmö und rechts der Friedhof
das Malmöhaus

Update

In letzter Zeit war ich sehr schreibfaul. Ich fand einfach nicht die Zeit, die Lust oder was auch immer, um zu posten. Drum gebe ich hier mal ein kleines Update der letzten paar Monate.

-) Schon Ende Jänner haben wir Lenas Erstkommunionskleid gekauft. Die kleine Lady hat 11 Kleider anprobiert und 1,5 Stunden lang nach DEM Kleidchen gesucht. Letztendlich ist es ein schlichtes Kleid mit kurzen Ärmeln und Stickerei bzw. Perlchen am Oberteil geworden. Dazu ein zartes Diadem und ein Bolero-Jäckchen. Sieht sehr nett aus!

-) Zeugnis: fiel natürlich wie erwartet sehr gut aus. Alles Einser. Dafür lag Lena in den Semesterferien mit Angina flach, wurde aber von der Oma liebevoll umsorgt und hat ihren Aufenthalt dort sehr genossen.

-) Ab September haben wir ja 2 Schulkinder. Und so nutzten wir die Hausmesse bei Nent.wich in Eisenstadt, um eine Schultasche für Jakob zu kaufen. Er konnte sich sehr schwer entscheiden, saß inmitten von 9 Schultaschen, probierte jede einige Male an, packte Federpenal etc. aus, wieder ein und entschied sich dann für eine Samsonite-Tasche in schwarz/grün. Sieht sehr edel aus und gefällt uns allen sehr gut.

-) Lungenentzündung: Jakob hatte vor 3 Wochen eine leichte Lungentzündung :-( Ich bin eigentlich nur mit ihm zum Arzt gegangen, da er so hartnäckigen Husten hatte und das Wochennede vor der Tür stand. Gut wars! Mit Antibiotikum kriegten wir sie aber schnell in den Griff. Gottseidank!

-) Krank: Und nun hat es mich erwischt. Ich lieg stark erkältet, mit Halsschmerzen und Fieber flach. Zum Glück hats mich nicht letzte Woche erwischt, da waren wir mit den Kindern nämlich in Paris. Mehr dazu in einem eigenen Post.

Kopenhagen

Von 09.-11.03.2012 ging es mit fl.yni.ki nach Kopenhagen. Es war mein erster Flug mit dieser Fluggesellschaft und ich war sehr positiv überrascht. Alles lief reibungslos, als Frühstück gabs ein leckeres Schinkenbrot und nach 1,5 Stunden landeten wir sicher in der dänischen Hauptstadt. Dort war es leider sehr nebelig, trüb, kalt. Wir hatten schon übers Internet die Copenhagen Card bestellt. Ich finde, die zahlt sich auf alle Fälle aus. Damit hat man zu fast allen Sehenswürdigkeiten gratis Eintritt und freie Fahrt mit den Öffis.

Die Anreise vom Flughafen Kastrup zum Hauptbahnhof lief gut. In 15 min waren wir mit dem Zug in der Innenstadt. Es dauerte dann etwas, bis wir das Hotel Savoy gefunden hatten. Dort angekommen die nächste Überraschung: Das Zimmer war sehr geräumig, hatte ein großes Bad und alle negativen Bewertungen aus dem Internet haben sich somit nicht bestätigt. Gottseidank.

Nachdem wir uns ein wenig am Zimmer aufgewärmt hatten gings los zum Sightseeing. Unmittelbar vor dem Hotel gab es eine Bushaltestelle und wir stiegen spontan ein. Blöderweise hinten, in Kopenhagen darf man aber nur beim Fahrer in den Bus einsteigen - der hat uns eh gleich darauf hingewiesen :-) Komischerweise stimmten die Stationen nicht mit dem Busplan überein und so fuhren wir ein wenig planlos durch die Stadt, sprangen an einer Bäckerei spontan aus dem Bus um uns eine leckere Pizzaschnitte zu kaufen und dann gings weiter Richtung Rathaus. Dort tummelten sich schon viele Leute und wir marschierten weiter Richtung Stroget, der längsten Einkaufsstraße Dänemarks. Es gab viele Läden, die wir hierzulande auch kennen und ein paar nette dänische Kaufhäuser. Auch einen Lego-Shop. Auf unserem Marsch kamen wir durch Zufall beim "Runde Tarn" vorbei. Ein großer alter runder Turm, von unten nach oben durchgehend gepflastert. Hier fuhren früher Bauern mit ihren Pferdefuhrwerken hoch. Echt beeindruckend. Oben angelangt machten wir ein paar Bilder von der trostlosen Stadt und stärkten uns anschließend mit Muffins (Orange-Schoko - sooo sündhaft lecker, aber teuer) und Tea to go.

Am Norreport stiegen wir in einen Bus und wollten Richtung Schloss Rosenborg fahren. Blöderweise landeten wir nicht am Haupteingang sondern am militärisch gesicherten Hintereingang und erhaschten so mal einen ersten Blick auf das beeindruckende Gebäude. Endlich beim Vordereingang angekommen marschierten wir durch einen wunderschönen Park zum Schloss. Wir schauten uns die Schatzkammer an. Blöderweise wussten wir nicht, dass man nicht fotografieren darf, es sei denn, man kauft sich eine "Foto Permission". Unsere Taschen hatten wir aber zuvor schon in Spinden verstauen müssen und gingen eben nur so durch. Der Besuch der Schatzkammr lohnt sich meiner Meinung nach aber nicht. Es gibt nicht sehr viel interssantes zu sehen.

Abends machten wir einen Stop bei Li.dl und deckten uns mit Snacks und Getränken ein. Da wir schon seit halb 4 auf den Beinen waren fielen wir bald müde in den Schlaf.

Am zweiten Tag frühstückten wir erstmal ausgiebig im Hotel. Es gab verschiedenes Gebäck und Brotsorten, Marmeladen, Obst, Joghurt und verschiedene Säfte. Der Frühstücksraum war etwas dunkel, aber wir ergatterten einen gemütlichen Platz direkt am Fenster. Danach machten wir uns auf den Weg zur "Kleinen Meerjungfrau". Und die ist echt so klein bzw. versteckt, dass wir sie erst gar nicht finden konnten. Und dann entdeckten wir sie endlich. Unscheinbar sitzend auf einem Felsen im Meer. Aber dennoch schön und beeindruckend. Nach ein paar Fotos find es zu regnen an und wir gingen zurück zum Bus.

Die U-Bahn wird in Kopenhagen gerade weiter ausgebaut, darum lohnt es sich eigentlich nicht, mit der Metro zu fahren, da sie hauptsächlich am Stadtrand verkehrt. Wir machten trotzdem eine Fahrt weil die Züge führerlos sind und man in der ersten Reihe sitzend einen tollen Ausblick auf die Strecke hat. Das mussten wir natürlich sehen. Gegen Mittag wollten wir zum Schloss Amalienborg. Das war wieder mal etwas schwer zu finden. In der ganzen Stadt gab es kaum Wegweiser oder dergleichen. Und so landeten wir auf dem Weg nach Amalienborg zufällig in der Marmorkirche. Die ist wunderschön und unbedingt sehenswert. Zur Hälfte aus Marmor gebaut und - als den Bauherren die Gelder ausgingen - aus Sandstein vollendet. Ein beeindruckendes Gebäude. Und siehe da, direkt gegenüber lag auch schon Schloss Amalienborg. Wir kamen gerade rechtzeitig zur Wachablöse, die sehr festlich gestaltet wurde, da sich Königin Margarethe an diesem Tag im Schloss befand. Mit viel Rumtata marschierte die Garde an uns vorbei. Und es kam auch die Sonne endlich mal raus!

Wir besuchten auch das Amalienborg Museum. Und diesmal dachte ich daran, um 20 Kronen eine Photo Permission zu kaufen. Das Museum hat mir sehr gut gefallen. Es gab viele Königliche Gemächer und Räumlichkeiten (alles hinter Glas) zu sehen, zahlreiche Roben der Königsfamilie, den riesigen Stammbaum des Königshauses und ein Foto der Hochzeit vom Kronprinzenpaar. Sehr nett.

Zu Fuß marschierten wir weiter Richtung Nyhavn. Auf dem Weg dorthin sahen wir die Kopenhagener Oper. Ein trostloses, hässliches Gebäude. Der Nyhavn ist allerdings wunderschön. Links und rechts bunte Häuserfasaden, Schiffe, Cafès und Restaurants. Eine sehr schöne Gegend. Viele Leute saßen trotz der frostigen Temperaturen in Decken gehüllt im Freien und tranken Kaffee und Tee. Wir jedoch gingen weiter und besuchten das Bernsteinmuseum. Klein, aber fein. Und auch freier Eintritt mit der Copenhagen Card.

Den Abend verbrachten wir in einem türkischen Restaurant bei einem genialen all you can eat Buffet und fielen wieder hundemüde ins Bett.

An unserem letzten Tag machten wir einen Ausflug nach Malmö. Mit dem Zug gings vom Hauptbahnhof über die Öresundbrücke nach Malmö. Dauer ca. 35 min, Kosten ca. 10 Euro. Malmö ist eine überschaubare Stadt und empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Wir holten uns erstmal an der Touristeninfo einen Stadtplan und gingen drauf los. Entlang der Fußgängerzone bis zum Einkaufszentrum Triangeln, das auch sonntags geöffnet hatte. Es befand sich allerdings gerade im Umbau und so machten wir nur einen kurzen Stop bevor wir weitermarschierten. Unser Ziel war das Malmöhaus. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch einen parkähnlichen Friedhof. Viele Familien spazierten mit ihren Kindern durch den Friedhof, Leute joggten durch die Gräberreihen und so nutzten auch wir die Gelegenheit für eine kurze Rast in der herrlichen Frühlingssonne. Bald waren wir beim Malmöhaus angekommen. Wir machten nur ein paar Fotos, sahen von dort den "twisted Tower" (das höchste Gebäude Malmös) und marschierten zurück zum Hauptbahnhof um zurück nach Dänemark zu fahren.

Am Hauptbahnhof aßen wir Pizza (all you can eat - geniale Idee, so kann man verschiedene Pizzen durchkosten - war auch sehr lecker) und fuhren dann zum Schloss Christiansborg. Dort besuchten wir die offiziellen Empfangsräumlichkeiten der Königin. Hierzu wurden wir in blaue Plastikpatscherl gesteckt und durften keine Fotos machen. Es war dennoch ein tolles Erlebnis durchs Schloss zu marschieren. Vom Schloss aus konnte ich die Spitze der "Vor Frelsers Kirke" sehen, die ich unbedingt besuchen wollte. Blöderweise verschwand diese auf einmal hinter den Häuserreihen und so mussten wir einen Einheimischen befragen, wie man zur Kirche kommt. Als wir sie endlich gefunden hatten, war sie leider schon geschlossen. Aber das Gebäude ist wunderschön! Ab April kann man auch den Kirchturm besteigen. Und zwar nicht innen sondern auf einer Außenstiege!

Das war der letzte Stop unserer Sightseeing-Tour. Wir fuhren zurück zum Hotel, holten unser Gepäck und fuhren mit dem Zug zum Flughafen. Es war ein sehr schöner Tripp. Kopenhagen hat einige schöne Sehenswürdigkeiten zu bieten, ist aber sehr teuer.

Dienstag, 31. Januar 2012

Nordwärts

Einer spontanen Eingebung folgend haben meine Freundin und ich beschlossen, am 2. März-Wochenende nach Kopenhagen zu fliegen. Heute gebucht, am 09.03. geht es los! Und ich freu mich schon sehr. Mir haben es die skandinavischen Länder angetan. Und unser Besuch in Stockholm letzten Frühling hat mir Lust auf  mehr gemacht. Kopenhagen soll eine tolle Stadt sein, jedoch auch sehr teuer. Drum hab ich mir heute gleich einen Städteführer auf ama.zon bestellt und im Internet gestöbert, wo man sparen und was man sich sparen kann ;-)

Die Copenhagen-Card haben wir schon geordert. Wir möchten auch gerne einen Abstecher nach Malmö machen. Über die Öresund-Brücke ist man in 35 min in Schweden! Ich schätze, die Zeit wird uns zu knapp werden, es gibt so viele tolle Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen. Ich freu mich schon besonders auf Schloss Christiansborg, den Runden Turm, das Hafenviertel und die vielen schönen Kirchen.