Warum ist es so schwer, Gefühle auszudrücken? Warum tu ich mir leichter, meine Gedanken niederzuschreiben, anstatt sie dem Menschen, dem sie gewidmet sind, einfach ins Gesicht zu sagen? Ist das ein weibliches Phänomen? Machen dass alle Schützen-Frauen so? Ist es Selbstschutz? Egal was es ist, auf alle Fälle gehts meiner Freundin genauso.
"Sie" hat mir vergangene Woche ihr Beziehungsproblem anvertraut. Wir haben uns für vorgestern Abend ein Treffen ausgemacht. Ich bin zu ihr nach Wien gefahren, wir haben fein gegessen ("Sie" hat echt leckeres Kartoffel-Spinat-Gratin gezaubert!), danach hat "Sie" mir die Haare gefärbt (vielen Dank nochmal ;-)), wir haben uns einen Liebesfilm angesehen (Solange du da bist - echt nett!) und "Sie" hat mir ihr Leid geklagt. Ich hätte ihr so gern tröstende Worte gesagt, ihr einen guten Rat gegeben, sie etwas abgelenkt... Letztes ist mir hoffentlich ein bisschen gelungen, aber richtigen Rat für ihr Problem hab ich keinen gehabt.
Also hab ich "Sie" geschnappt und zu uns nach Hause mitgenommen. Gestern waren wir dann noch beim Heurigen mit dem Mannderl und den Kindern und am Nachmittag nach einem Besuch beim Mömax (wo ich wieder mal Handtücher kaufen musste *räusper*) haben wir "Sie" zurück nach Wien gebracht.
Und so wies aussieht, ist "Sie" trauriger als je zuvor. Ich weiß wirklich nicht, warum ihre Beziehung nicht funktionieren will. "Er" hat solche schlechten Kindheitserfahrungen gemacht und wohl jetzt auch einige Probleme, die ihn krankhaft eifersüchtig und zum Kontrollfreak machen. "Sie" hat sich für ihn in vielerlei Hinsicht geändert, doch "Er" trägt irgendwie nicht zur Harmonie in der Beziehung bei. Somit scheint die Sache momentan beendet. Ob eine weitere Chance für "Ihn" die Beziehung retten kann? Ich wage es zu bezweifeln. Andererseits wünsche ich es den beiden von Herzen!
Jakob war ja so lieb gestern früh, als er "Sie" auf der Couch schlafend auffand und hat gleich auch nach "Ihm" gerufen... Auch für den kleinen Zwerg gehören die beiden einfach zusammen *seufz*
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