Mit von der Partie waren:
Jakob und Lena-Marie
Mama und Papa
Steirer-Oma und Steirer-Opa
Scherz-Oma und Scherz-Opa
Urli-Oma
Onkel Christian
Onkel Thomas und Nicki
Tante Petra, Benjamin und Noah-Fynn und
last but not least Julia
Jakob und Lena konnten es gar nicht erwarten, bis wir endlich die Kerzen an den Torten anzündeten. Die Sprühkerzen waren natürlich wieder mal der Hit für die Kinder und Jakob hat sich beim Auspusten sehr angestrengt. Letztendlich hat er die Kerzen eher ausgespuckt als ausgepustet, aber immerhin hat er es geschafft. Danach langte er gierig nach den Smarties auf der Himbeertorte :-)


Das Geschenkeauspacken war bald erledigt, denn der Kleine hat als erstes das "zuckerlförmige" Geschenk aufgemacht. Darin befand sich ein kleiner Puma-Fußball. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sich der kleine Mann gefreut hat! Als Noah ihm dann noch das dazugehörige Fußballtor überreicht hat, war er das glücklichste Kind auf Erden und musste gleich mal ein Match gegen s'Mannderl spielen. Die anderen Geschenke lagen unberührt am Boden, Jakob hatte keine Zeit zum Öffnen. Somit haben Lena und Noah ihm unter die Arme gegriffen und die Packerl der Reihe nach entwickelt.
Viele Matches später: Jakob registrierte endlich die Feuerwehrwache, das tolle Bob der Baumeister-Puzzle und die anderen niedlichen Geschenke. Er war natürlich wieder mal überfordert von den vielen neuen (Spiel-)Sachen, obwohl die Geschenke sich heuer wirklich in Grenzen hielten. Bis zum Abend hin haben wir dann noch die Dino-Welt von Duplo aufgebaut und Jakob hat dem Tyrannosaurier liebevoll Blätter von unserem Ficus gefüttert... 
Ja, jetzt wird er bald 2 Jahre alt, der kleine Zwerg. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist... Kaum aus dem Bauch geschlüpft lernte er in Windeseile all die vielen Dinge, die einen Menschen ausmachen und ich bin wahnsinnig froh, dass er ein so aufgewecktes, schlaues und liebenswürdiges Kind geworden ist. Seine Wutanfälle gehören genauso zu ihm wie das Talent, jedes Kinderlied nach einmaligem Hören nachzusingen, seine schnelle Auffassungsgabe, die tolle Fußballtechnik, die er täglich ausfeilt und natürlich die vielen vielen Bussis die er in der ganzen Familie großzügig verteilt.
Eins steht fest, wir lieben dieses Kind!
Hier Vergleichsfotos... einmal ein paar Stunden nach der Geburt, einmal am 1. Geburtstag und einmal am 2. Geburtstag...
Und weil ich heut ein bisserl melancholisch bin, hier noch der Geburtsbericht von unserem Jakob... Damals gehörte ich ja noch nicht zu den Bloggerinnen :-)
Jakob Elias macht sich auf den Weg...
23.08.2006
Es ist Mittwoch, der 23.08.2006. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass unser Baby sich heute oder spätestens morgen auf den Weg machen wird. Am Nachmittag entdecke ich am WC leichten bräunlich-rötlichen Ausfluss und bin mir nun sicher, er kommt ganz bestimmt bald – so war es bei meiner ersten Geburt nämlich auch.
24.08.2006 – EGT + 6
Morgens um 7.30 Uhr mach ich mich auf den Weg ins St. Josef KH zum CTG schreiben. Schwiegermama kümmert sich in der Zwischenzeit daheim um Lena-Marie. Schon auf der Hinfahrt mit der U-Bahn hab ich ein leichtes Ziehen im Bauch. Im Warteraum hab ich wieder ein leichtes Ziehen. Als ich am CTG hänge tut sich nichts. Kurz bevor der Arzt mich vom CTG abhängt wieder eine Wehe. Also 3 Wehen in 3 Stunden. Naja, ist ja schon mal ein Anfang. Bis um 14 Uhr nachmittags passiert gar nichts. Schwiegermama verabschiedet sich und ich geh während Lena schläft ins Bad und wasche mir die Haare.
Um 14.20 Uhr dann die erste Wehe, die ich auch als solche definieren würde. Mein Bauch krampft sich zusammen, so wie ich die Wehen von Lena in Erinnerung habe. Gut, ich werfe immer wenn’s im Bauch zieht einen Blick auf die Uhr. Die Wehen kommen alle 20 min, also kein Grund zur Panik, es kann noch Stunden dauern, oder schnell gehen. Mal abwarten. Lena und ich spielen Lego und Play-Doh.
Mittlerweile ist es 16 Uhr und das Ziehen kommt alle 15 min. Ich bin immer noch ziemlich gelassen und rufe erstmal Schwiegermama an um ihr zu sagen, dass es heute vielleicht doch noch was werden könnte. Danach ruf ich meinen Mann an, der gleich ganz hektisch reagiert, alles liegen und stehen lässt in der Arbeit und sich auf den Heimweg macht.
Um 17 h ist Schwiegermama da und holt unsere Große ab, die leider seit Mittag leicht fiebert. Ich hab ein komisches Gefühl im Bauch, Lena geht’s schlecht, ich wehe vor mir hin, wer weiß obs nicht falscher Alarm ist… Als Chris gegen halb 6 nach Hause kommt kommen die Wehen alle 10 min und ich bin beruhigt, dass Lena bei den Schwiegereltern ist und sicher, dass wir uns heute noch auf den Weg ins KH machen werden. Chris fragt mich bestimmt 3x ob wir nicht sofort losfahren sollen, aber ich beruhige ihn. Schließlich kommen die Wehen erst alle 10 min, da würdens uns im KH maximal spazieren schicken oder gar wieder nach Hause… Das möchte ich vermeiden.
Wir beschließen, Jolly zu spielen. Der Wehenabstand wird immer kürzer, wir sind bei 7 min angekommen und setzen uns auf die Couch, um „Malcolm mittendrin“ anzusehen. Ich guck immer wieder auf die Wohnzimmeruhr und bin ganz verwundert, dass sich mein Bauch mittlerweile alle 5 min zusammenzieht. Um 19 Uhr beschließe ich dann, ins KH zu fahren. Ich packe noch die Caillou-Stoffpuppe ein, die wir für Lena besorgt haben und ab geht’s zum Auto.
Die Fahrt dauert 35 min, um 19.35 Uhr stehen wir vor der Anmeldung in der Geburtshilfeabteilung. Dort ist gerade Dienstwechsel und wir warten ein paar Minuten, bis wir von der Schwester ins Untersuchungszimmer begleitet werden. Das kennen wir schon von der 1. Geburt und ich fühl mich überhaupt nicht nervös, sondern bin wunderbar entspannt. Um 19.45 Uhr kommt die Hebamme, Marianne, zu uns ins Zimmer und hängt mich ans CTG. Die Wehen werden weniger. Na toll denk ich mir, da werdens uns gleich wieder heim schicken. Doch Chris ist anderer Meinung, beobachtet das CTG mit Adleraugen und sagt mir immer, wenn sich am CTG eine Wehe anbahnt. Das ist komisch, er weiß vor mir, wanns in meinem Bauch zieht… Nach einem Lagewechsel – unser Zwerg ist wieder mal beim CTG schreiben eingeschlafen – werden die Wehen spürbar schmerzhafter und auch wieder regelmäßiger. Alle 5 min kommt eine Wehe, die ich von nun an veratmen muss. Im Liegen fällt mir das furchtbar schwer. Ich bin froh als Dr. Krell ins Zimmer kommt und mich vom CTG abschließt.
Es wird ein MuMu-Befund gemacht. Er ist bereits 3 cm offen. Die Hebamme gibt mir ein schickes Krankenhausnachthemd und schickt uns für eine halbe Stunde spazieren. In der Zwischenzeit lässt sie mir im blauen Kreissaal (jawohl, diesmal darf ich ihn haben!) ein Entspannungsbad ein. Von Minute zu Minute werden die Wehen schmerzhafter. Ich bleib alle paar Meter an die Mauer gelehnt stehen und veratme brav. Chris ist mein persönliches CTG – er sagt mir immer in welchen Abständen die Wehen kommen: Mittlerweile sind wir bei 2 min! Mir kommts viel länger vor, aber wenn er sagt, wird’s schon stimmen.
Um 21.20 Uhr gehen wir ins Kreiszimmer, ich leg mich in die Wanne, wo ich mich toll entspannen kann. Chris sitzt am Wannenrand und wir plaudern über Gott und die Welt. Die Wehen werden wieder stärker, das Veratmen gelingt mir aber sehr gut. Im Hintergrund läuft leise Ö3, Marianne hat ein Duftöl (ich glaub es war Lavendel oder so was) ins Badewasser gegeben und ich finde, diese Geburt verläuft viel entspannter als die erste, weil die Hebamme nicht ständig um uns herumschwirrt. Nach einer halben Stunde in der Wanne möchte ich raus. Mein Kreislauf ist etwas abgesackt und ich will nur noch stehen – im Stehen/Gehen fällt mir das Veratmen der Wehen viel leichter. Ich klammere mich für die nächsten 4-5 Wehen an Chris und veratme die Wehen an ihn gelehnt.
Um 22 Uhr kommt Marianne zurück ins Kreiszimmer. Auch Dr. Krell gesellt sich zu uns. Ich werde ans CTG gehängt und veratme ein paar Wehen auf dem Petziball, doch diese Stellung ist mir total unangenehm, also beschließe ich, mich aufs Bett zu legen, die Lehne wird aufgestellt und ich kann die Wehen halbwegs gut veratmen. Marianne fragt, ob ich ein krampflösendes Schmerzmittel möchte. Ich überlege lange hin und her, doch bei der nächsten Wehe – die diesmal echt Hammer ist – nicke ich nur noch mit dem Kopf. Dr. Krell gibt mir das Schmerzmittel und nimmt gleichzeitig etwas Blut ab. Danach untersucht er wieder den Muttermund. Mittlerweile sind wir auf 5 cm. Puh, denk ich mir. 2 cm in 1 Stunde, wenn das so weiter geht haben wirs bald geschafft. Die Wehen werden nun allerdings immer schlimmer und irgendwie ist mein Bauch beim Veratmen im Weg – ein komisches Gefühl, ich hab keine Ahnung, wie ich am bequemsten liegen soll, jede Bewegung ist unangenehm und – wie schon bei meiner ersten Geburt – ich spüre die Wehen nur im Kreuz.
Chris holt einen feuchten Lappen und kühlt mein Gesicht, es ist auf einmal total heiß im Kreissaal und ich schwitze… Ich entspanne in den Wehenpausen, mir kommt sogar vor, dass ich einschlafe. Die Worte der Hebamme, des Arztes und die von Chris hör ich nur von fern. Bei jeder Wehe atme ich mit einem lauten „aaaaah“ aus (eigentlich hab ich mich immer gefragt, warum das alle Frauen im Fernsehen bei den Geburten machen und konnte mir nicht vorstellen, solche „Geräusche“ von mir zu geben, aber es hat geholfen, die Wehen besser zu ertragen bzw. zu veratmen und zu entspannen!). Chris fragt mich, ob er irgendetwas für mich tun kann. Ich verneine und bitte ihn, einfach nix zu tun (na ja bitten ist etwas übertrieben, ich glaub ich hab einfach gesagt er soll still sein…). Schon im Untersuchungszimmer beim CTG schreiben sagte er mir, er kommt sich bestimmt wieder so hilflos vor wie bei Lena’s Geburt – und scheinbar muss er sich diesmal wieder so fühlen (tut mir leid mein Schatz! ).
Plötzlich verspüre ich einen enormen Druck nach unten, es ist fast so, als würd ich mir in die Hose machen. Ich klage Marianne mein Leid und sie meint das ist das Baby, jetzt dauerts nicht mehr lang. Diese Worte beflügeln mich zwar, blockieren mich aber innerlich auch, weil ich ein Ende der Geburt vor Augen habe und nur noch auf die Presswehen warte. Doch zuvor wird noch mal der MuMu untersucht. Er ist verstrichen – hurra! Ich darf wohl bald pressen. Doch das ist gar nicht so einfach, ich liege nämlich total unbequem. Hebamme und Arzt bauen mir das Kreisbett um und ich bin nun in halb sitzender Position, wie auf einem Hocker. Links von mir Chris und Hebamme, rechts der Arzt. Mit der nächsten Wehe ist der Pressdrang enorm, doch die Hebamme meint ich solle noch 1-2 Wehen veratmen. Super, wie soll das gehen? Ich probiers einfach, meinem Baby zu liebe, das ja schließlich für den schwierigen Weg zur Welt jede Menge Sauerstoff braucht, und schaffe es.
Irgendwann gibt mir der Arzt eine Sauerstoffmaske ins Gesicht, weil ich mit der Atmung meine Probleme habe. Das Ding in meiner Nase bemerke ich gar nicht, es riecht nur etwas eigenartig (dachte immer, Luft ist geruchslos?). Ich warte auf die nächste Wehe, drehe mich etwas zur Seite, schnappe mir die Hand von Chris und möchte pressen. Doch Moment, da ist mein rechtes Bein im Weg. Die Hebamme schnappt sich das Bein und hält es für mich, ich hole tief Luft und presse, was das Zeug hält. Als die Wehe vorbei ist, meint die Hebamme ich solle bei der nächsten Wehe mein rechtes Bein ganz fest anziehen und mit der rechten Hand halten. Tja, die hat leicht reden, ich häng da am Kreisbett mit Sauerstoff in der Nase, halb nach links gedreht und weiß eigentlich gar nix mehr. Weder, wie spät es ist, noch wie lang die Presswehen schon andauern…
Die nächste Wehe kommt, ich schnapp so gut es geht mein Bein, stell es halb auf den Doktor und presse wie verrückt. Nach einigen weiteren Presswehen meint Chris, unser Baby hat ganz viele Haare, er kann das Köpfchen schon sehen. Diese Worte hab ich gebraucht, sie geben neue Kraft. Es dauert noch 4 Presswehen von denen ich eine veratme und das Köpfchen ist geboren. Das spannende Gefühl ist enorm, ich möchte weiterpressen, doch die nächste Presswehe lässt auf sich warten. Doch dafür erheitern mich Arzt und Hebamme: Unser Zwerg hat gerade mal seinen Kopf in diese Welt gesteckt und ist schon am schmatzen! Ich hör, wie er seinen kleinen Mund bewegt und fröhlich vor sich hinschmatzt.
Und mit der nächsten Presswehe ist es soweit: 23.19 Uhr – Jakob Elias wird geboren! Ein unglaubliches Gefühl – er flutscht zwischen meine Beine, ich schau runter und kann es nicht glauben, auf einmal 2-fache Mama zu sein! Ständig rufe ich zu Chris „Unser Baby! Unser Baby ist da!!“ Wir sind beide total überwältigt und schon legt mir die Hebamme dieses kleine Menschlein auf den Bauch. Er ist so weich und warm, er riecht so gut, reißt seine Augen weit auf und blickt zufrieden um sich. Ich zittere am ganzen Körper und bin einfach nur glücklich!
24.08.2006
23.19 Uhr
JAKOB ELIAS
52 cm
3960 g
Jakob Elias macht sich auf den Weg...
23.08.2006
Es ist Mittwoch, der 23.08.2006. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass unser Baby sich heute oder spätestens morgen auf den Weg machen wird. Am Nachmittag entdecke ich am WC leichten bräunlich-rötlichen Ausfluss und bin mir nun sicher, er kommt ganz bestimmt bald – so war es bei meiner ersten Geburt nämlich auch.
24.08.2006 – EGT + 6
Morgens um 7.30 Uhr mach ich mich auf den Weg ins St. Josef KH zum CTG schreiben. Schwiegermama kümmert sich in der Zwischenzeit daheim um Lena-Marie. Schon auf der Hinfahrt mit der U-Bahn hab ich ein leichtes Ziehen im Bauch. Im Warteraum hab ich wieder ein leichtes Ziehen. Als ich am CTG hänge tut sich nichts. Kurz bevor der Arzt mich vom CTG abhängt wieder eine Wehe. Also 3 Wehen in 3 Stunden. Naja, ist ja schon mal ein Anfang. Bis um 14 Uhr nachmittags passiert gar nichts. Schwiegermama verabschiedet sich und ich geh während Lena schläft ins Bad und wasche mir die Haare.
Um 14.20 Uhr dann die erste Wehe, die ich auch als solche definieren würde. Mein Bauch krampft sich zusammen, so wie ich die Wehen von Lena in Erinnerung habe. Gut, ich werfe immer wenn’s im Bauch zieht einen Blick auf die Uhr. Die Wehen kommen alle 20 min, also kein Grund zur Panik, es kann noch Stunden dauern, oder schnell gehen. Mal abwarten. Lena und ich spielen Lego und Play-Doh.
Mittlerweile ist es 16 Uhr und das Ziehen kommt alle 15 min. Ich bin immer noch ziemlich gelassen und rufe erstmal Schwiegermama an um ihr zu sagen, dass es heute vielleicht doch noch was werden könnte. Danach ruf ich meinen Mann an, der gleich ganz hektisch reagiert, alles liegen und stehen lässt in der Arbeit und sich auf den Heimweg macht.
Um 17 h ist Schwiegermama da und holt unsere Große ab, die leider seit Mittag leicht fiebert. Ich hab ein komisches Gefühl im Bauch, Lena geht’s schlecht, ich wehe vor mir hin, wer weiß obs nicht falscher Alarm ist… Als Chris gegen halb 6 nach Hause kommt kommen die Wehen alle 10 min und ich bin beruhigt, dass Lena bei den Schwiegereltern ist und sicher, dass wir uns heute noch auf den Weg ins KH machen werden. Chris fragt mich bestimmt 3x ob wir nicht sofort losfahren sollen, aber ich beruhige ihn. Schließlich kommen die Wehen erst alle 10 min, da würdens uns im KH maximal spazieren schicken oder gar wieder nach Hause… Das möchte ich vermeiden.
Wir beschließen, Jolly zu spielen. Der Wehenabstand wird immer kürzer, wir sind bei 7 min angekommen und setzen uns auf die Couch, um „Malcolm mittendrin“ anzusehen. Ich guck immer wieder auf die Wohnzimmeruhr und bin ganz verwundert, dass sich mein Bauch mittlerweile alle 5 min zusammenzieht. Um 19 Uhr beschließe ich dann, ins KH zu fahren. Ich packe noch die Caillou-Stoffpuppe ein, die wir für Lena besorgt haben und ab geht’s zum Auto.
Die Fahrt dauert 35 min, um 19.35 Uhr stehen wir vor der Anmeldung in der Geburtshilfeabteilung. Dort ist gerade Dienstwechsel und wir warten ein paar Minuten, bis wir von der Schwester ins Untersuchungszimmer begleitet werden. Das kennen wir schon von der 1. Geburt und ich fühl mich überhaupt nicht nervös, sondern bin wunderbar entspannt. Um 19.45 Uhr kommt die Hebamme, Marianne, zu uns ins Zimmer und hängt mich ans CTG. Die Wehen werden weniger. Na toll denk ich mir, da werdens uns gleich wieder heim schicken. Doch Chris ist anderer Meinung, beobachtet das CTG mit Adleraugen und sagt mir immer, wenn sich am CTG eine Wehe anbahnt. Das ist komisch, er weiß vor mir, wanns in meinem Bauch zieht… Nach einem Lagewechsel – unser Zwerg ist wieder mal beim CTG schreiben eingeschlafen – werden die Wehen spürbar schmerzhafter und auch wieder regelmäßiger. Alle 5 min kommt eine Wehe, die ich von nun an veratmen muss. Im Liegen fällt mir das furchtbar schwer. Ich bin froh als Dr. Krell ins Zimmer kommt und mich vom CTG abschließt.
Es wird ein MuMu-Befund gemacht. Er ist bereits 3 cm offen. Die Hebamme gibt mir ein schickes Krankenhausnachthemd und schickt uns für eine halbe Stunde spazieren. In der Zwischenzeit lässt sie mir im blauen Kreissaal (jawohl, diesmal darf ich ihn haben!) ein Entspannungsbad ein. Von Minute zu Minute werden die Wehen schmerzhafter. Ich bleib alle paar Meter an die Mauer gelehnt stehen und veratme brav. Chris ist mein persönliches CTG – er sagt mir immer in welchen Abständen die Wehen kommen: Mittlerweile sind wir bei 2 min! Mir kommts viel länger vor, aber wenn er sagt, wird’s schon stimmen.
Um 21.20 Uhr gehen wir ins Kreiszimmer, ich leg mich in die Wanne, wo ich mich toll entspannen kann. Chris sitzt am Wannenrand und wir plaudern über Gott und die Welt. Die Wehen werden wieder stärker, das Veratmen gelingt mir aber sehr gut. Im Hintergrund läuft leise Ö3, Marianne hat ein Duftöl (ich glaub es war Lavendel oder so was) ins Badewasser gegeben und ich finde, diese Geburt verläuft viel entspannter als die erste, weil die Hebamme nicht ständig um uns herumschwirrt. Nach einer halben Stunde in der Wanne möchte ich raus. Mein Kreislauf ist etwas abgesackt und ich will nur noch stehen – im Stehen/Gehen fällt mir das Veratmen der Wehen viel leichter. Ich klammere mich für die nächsten 4-5 Wehen an Chris und veratme die Wehen an ihn gelehnt.
Um 22 Uhr kommt Marianne zurück ins Kreiszimmer. Auch Dr. Krell gesellt sich zu uns. Ich werde ans CTG gehängt und veratme ein paar Wehen auf dem Petziball, doch diese Stellung ist mir total unangenehm, also beschließe ich, mich aufs Bett zu legen, die Lehne wird aufgestellt und ich kann die Wehen halbwegs gut veratmen. Marianne fragt, ob ich ein krampflösendes Schmerzmittel möchte. Ich überlege lange hin und her, doch bei der nächsten Wehe – die diesmal echt Hammer ist – nicke ich nur noch mit dem Kopf. Dr. Krell gibt mir das Schmerzmittel und nimmt gleichzeitig etwas Blut ab. Danach untersucht er wieder den Muttermund. Mittlerweile sind wir auf 5 cm. Puh, denk ich mir. 2 cm in 1 Stunde, wenn das so weiter geht haben wirs bald geschafft. Die Wehen werden nun allerdings immer schlimmer und irgendwie ist mein Bauch beim Veratmen im Weg – ein komisches Gefühl, ich hab keine Ahnung, wie ich am bequemsten liegen soll, jede Bewegung ist unangenehm und – wie schon bei meiner ersten Geburt – ich spüre die Wehen nur im Kreuz.
Chris holt einen feuchten Lappen und kühlt mein Gesicht, es ist auf einmal total heiß im Kreissaal und ich schwitze… Ich entspanne in den Wehenpausen, mir kommt sogar vor, dass ich einschlafe. Die Worte der Hebamme, des Arztes und die von Chris hör ich nur von fern. Bei jeder Wehe atme ich mit einem lauten „aaaaah“ aus (eigentlich hab ich mich immer gefragt, warum das alle Frauen im Fernsehen bei den Geburten machen und konnte mir nicht vorstellen, solche „Geräusche“ von mir zu geben, aber es hat geholfen, die Wehen besser zu ertragen bzw. zu veratmen und zu entspannen!). Chris fragt mich, ob er irgendetwas für mich tun kann. Ich verneine und bitte ihn, einfach nix zu tun (na ja bitten ist etwas übertrieben, ich glaub ich hab einfach gesagt er soll still sein…). Schon im Untersuchungszimmer beim CTG schreiben sagte er mir, er kommt sich bestimmt wieder so hilflos vor wie bei Lena’s Geburt – und scheinbar muss er sich diesmal wieder so fühlen (tut mir leid mein Schatz! ).
Plötzlich verspüre ich einen enormen Druck nach unten, es ist fast so, als würd ich mir in die Hose machen. Ich klage Marianne mein Leid und sie meint das ist das Baby, jetzt dauerts nicht mehr lang. Diese Worte beflügeln mich zwar, blockieren mich aber innerlich auch, weil ich ein Ende der Geburt vor Augen habe und nur noch auf die Presswehen warte. Doch zuvor wird noch mal der MuMu untersucht. Er ist verstrichen – hurra! Ich darf wohl bald pressen. Doch das ist gar nicht so einfach, ich liege nämlich total unbequem. Hebamme und Arzt bauen mir das Kreisbett um und ich bin nun in halb sitzender Position, wie auf einem Hocker. Links von mir Chris und Hebamme, rechts der Arzt. Mit der nächsten Wehe ist der Pressdrang enorm, doch die Hebamme meint ich solle noch 1-2 Wehen veratmen. Super, wie soll das gehen? Ich probiers einfach, meinem Baby zu liebe, das ja schließlich für den schwierigen Weg zur Welt jede Menge Sauerstoff braucht, und schaffe es.
Irgendwann gibt mir der Arzt eine Sauerstoffmaske ins Gesicht, weil ich mit der Atmung meine Probleme habe. Das Ding in meiner Nase bemerke ich gar nicht, es riecht nur etwas eigenartig (dachte immer, Luft ist geruchslos?). Ich warte auf die nächste Wehe, drehe mich etwas zur Seite, schnappe mir die Hand von Chris und möchte pressen. Doch Moment, da ist mein rechtes Bein im Weg. Die Hebamme schnappt sich das Bein und hält es für mich, ich hole tief Luft und presse, was das Zeug hält. Als die Wehe vorbei ist, meint die Hebamme ich solle bei der nächsten Wehe mein rechtes Bein ganz fest anziehen und mit der rechten Hand halten. Tja, die hat leicht reden, ich häng da am Kreisbett mit Sauerstoff in der Nase, halb nach links gedreht und weiß eigentlich gar nix mehr. Weder, wie spät es ist, noch wie lang die Presswehen schon andauern…
Die nächste Wehe kommt, ich schnapp so gut es geht mein Bein, stell es halb auf den Doktor und presse wie verrückt. Nach einigen weiteren Presswehen meint Chris, unser Baby hat ganz viele Haare, er kann das Köpfchen schon sehen. Diese Worte hab ich gebraucht, sie geben neue Kraft. Es dauert noch 4 Presswehen von denen ich eine veratme und das Köpfchen ist geboren. Das spannende Gefühl ist enorm, ich möchte weiterpressen, doch die nächste Presswehe lässt auf sich warten. Doch dafür erheitern mich Arzt und Hebamme: Unser Zwerg hat gerade mal seinen Kopf in diese Welt gesteckt und ist schon am schmatzen! Ich hör, wie er seinen kleinen Mund bewegt und fröhlich vor sich hinschmatzt.
Und mit der nächsten Presswehe ist es soweit: 23.19 Uhr – Jakob Elias wird geboren! Ein unglaubliches Gefühl – er flutscht zwischen meine Beine, ich schau runter und kann es nicht glauben, auf einmal 2-fache Mama zu sein! Ständig rufe ich zu Chris „Unser Baby! Unser Baby ist da!!“ Wir sind beide total überwältigt und schon legt mir die Hebamme dieses kleine Menschlein auf den Bauch. Er ist so weich und warm, er riecht so gut, reißt seine Augen weit auf und blickt zufrieden um sich. Ich zittere am ganzen Körper und bin einfach nur glücklich!
24.08.2006
23.19 Uhr
JAKOB ELIAS
52 cm
3960 g



1 Kommentar:
Da werd sogar ich jetzt ein wenig sentimental! Und so schöne Fotos!
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