Für Jakob ging heute die Zeit in unserem Betriebskindergarten zu Ende. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob mein Kind sich dort wohlfühlen wird und jetzt bin ich doch etwas traurig, dass die 7 Monate so schnell vergangen sind.
Ich habe Jakob im Kindergarten beobachtet, ich hab ihn mit seinen neugewonnenen Freunden spielen sehen, ich konnte ihn ruhigen Gewissens im Kindergarten abgeben und er hat sich in der Obhut von G. und J. (und auch allen anderen Kindergärtnerinnen) bestens aufgehoben gefühlt. Er hat sich so schnell eingewöhnt, in den routinierten Tagesablauf gefunden und jetzt wird er von heute auf morgen aus dieser gewohnten Umgebung "rausgerissen".
Heute Morgen hat er mir dabei geholfen, für jeden seiner Freunde ein kleines Abschiedssäckchen auf den Platz zu stellen, sich dann mit einem dicken Schmatzer von mir verabschiedet und schon ist er in die Gruppe gelaufen, strahlend übers ganze Gesicht. Und als ich ihn dann abgeholt habe, hab ich von G. erfahren, dass er bei seiner Abschiedsfeier geweint hat, als ihm alle auf Wiedersehen gesagt haben. Jakob hat uns bei dem Gespräch genau zugehört, mich dann mit großen Augen angeschaut und gemeint: "Mama, mir gehts guuuut!" Das war so süß!
Im neuen Kindergarten bei uns ums Eck kennt er auch schon die meisten Kinder, da wir Lena ja immer gemeinsam hinbringen und abgeholt haben. Auch zu den Kindergärtnerinnen hat er einen guten Draht. Und doch ist es nicht das selbe, wie in der Kinderstube (die ja speziell auf die Bedürfnisse 1-3jähriger eingeht) in Wien.
Er wird im Kindergarten nicht mehr schlafen können, die gemeinsame Vormittagsjause gibt es nicht mehr (in unserem Kindergarten gibt es die sogenannte "Buffet Jause" wo jedes Kind zwischen halb 8 und halb 10 essen kann wann es möchte) etc.
Mir gehen so viele Sachen durch den Kopf, ich hoffe, dass der kleine Mann sich im neuen Kindergarten genauso gut einleben wird und mit seiner Schwester in der selben Gruppe gut auskommt.
Dumm, ich weiß. Für ihn wird es bald wieder einen Kindergartenalltag geben. Und ich... ich werd mich schon damit abfinden, dass mein Baby jetzt 2,5 Jahre alt ist und ihn ein neuer Lebensabschnitt erwartet.
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