Wir sind schon seit über einer Woche zurück, aber jetzt komm ich endlich dazu, einen kleinen Bericht über unsere Woche in Kärnten zu tippen.
Am 18.9. machten wir uns auf den Weg nach Kärnten. Wir legten am Semmering einen Zwischenstopp ein und fuhren dann gemeinsam mit den Schwiegereltern weiter. Die Fahrt kam mir gar nicht so lange vor, Lena hingegen fragte alle 5 Minuten, wann wir endlich da wären... In Bad Kleinkirchheim angekommen kauften wir erstmal das Notwendigste für Abendessen und Frühstück ein und bezogen dann unser Quartier. Das Ferienhaus war ein Traum. Aus dem Holz eines uralten Bauernhauses am Fuße des Großglockners wurde ein neues Haus errichtet, dass sich perfekt in das Ortsbild eingepasst hat. Großzügiger Wohn-/Essbereich mit Kamin, 2 Zimmer und 2 Badezimmer. Wir waren alle ganz begeistert von unserer Bleibe.
Den ersten Ferientag verbrachten wir am Millstätter See. Dort passierte gleich mal ein Malheur. Jakob hat sich am Spielplatz angepinkelt und ich hatte ausnahmsweise mal kein Wechselgewand mit und so wurde der kleine Mann neu eingekleidet. War eh nicht so blöd, er brauchte sowieso neue Jeans ;-)
Gegen Abend fing Lena recht stark zu Husten an und hatte etwas Fieber. Den Sonntag verbrachten wir zu Hause, gingen mittags zum Wirten im Ort und danach zum Arzt. Lenas Fieber war dank Parmeked wieder weg, der Husten jedoch immer noch hartnäckig. Mit Hustensaft bewaffnet fuhren wir zurück ins Ferienhaus. Lena war schon so neugierig auf ihre Geschenke und so feierten wir ihren Geburtstag. Unsere Maus war so stolz, weil sie alleine die kleine Torte anschneiden durfte. Sie stellte sich sehr geschickt dabei an!
Am Montag gabs dann eine Schrecksekunde. Jakob stürzte beim Versteckspielen im Wohnzimmer und fiel mit den Zähnen auf die Kaminbank. Wir sahen nur noch Blut und der Kleine brüllte wie am Spieß. Erste Kontrolle: Alle Zähne sind noch drin und sitzen fest. Hab dem Süßen Arnica Globuli gegeben (die hab ich immer mit und leisteten uns bislang sehr gute Dienste) und er hat sich dann auch recht bald beruhigt.
Unser Ausflug nach Minimundus in Klagenfurt machte den Kindern großen Spaß. Das Interessanteste für die Beiden waren die Dampflokomotive und die Magnetschwebebahn. Lena durfte mit unserer kleinen Digicam fotografieren und hat sehr tolle Fotos gemacht. Die Beiden marschierten von einer Attraktion zur anderen und auch mir hat es gut gefallen. Vor allem der Dogenpalast in Venedig oder die Pyramide von Chichen Itza die ich ja schon live gesehen habe. Das beeindruckenste Bauwerk war für mich jedoch der Petersplatz.
Am Dienstag begaben wir uns auf die Spuren der Schatzsucher und Goldgräber. Wir besuchten nämlich das Granatium in Radenthein wo wir Granate aus riesigen Steinblöcken schürfen durften. Jakob war sofort begeistert bei der Sache, schnappte sich Hammer und Schutzbrille und fing zum Schürfen an. Meistens klopfte er ein paar Mal auf den Stein und rief dann: "Mama (Papa, Oma), hol den Stein bitte raus!". Das war allerdings gar nicht so einfach und wir mühten uns ziemlich ab. Dafür durften wir nach 1 Stunde ein Sackerl voller Granate mit nach Hause nehmen. Nach dem Mittagessen beim Dorfwirten gings mit der Brunnachalmbahn auf knappe 2000m. Die erste Seilbahnfahrt für die Kinder war kein Problem. Keiner der Beiden hatte Angst, im Gegenteil, sie wollten gar nicht mehr aussteigen :-)
Nach einem kleinen Spaziergang rund um den See marschierten wir zum Spielplatz und kehrten danach ins Nock-In ein wo es den weltbesten Kaiserschmarren gibt. Einfach himmlisch! So locker und gut.
Den Mittwoch verbrachten wir in Villach. Das Shoppingcenter dort ist ein Wahnsinn. Riesengroß, nicht überlaufen, nette Geschäfte und im Erdgeschoß wurde eine riesige Landkarte von Kärtnen auf den Boden gemalt. Die darf man nur in Filzpatscherln betreten. Sehr faszinierend. Vor allem die Kinder waren begeistert und haben dort die eine oder andere Runde durch Kärnten gedreht :-) Nach unserer Shoppingtour fuhren wir weiter nach Feld am See in den Alpentierpark. Die Kinder durften Hasen und Ziegen streicheln, haben die Pony's mit Heu gefüttert und wir konnten beobachten, wie die Tierpfleger einen entflohenen Waschbären, der es sich auf dem Dach seines Geheges gemütlich gemacht hatte, einfangen wollten.
Das Beste am Alpentierpark ist allerdings die Grizzly-Welt/Afrika-Welt. Durch eine unscheinbare Tür und einen kleinen Gang erreicht man eine alte Scheune, die anfangs recht langweilig und uninteressant wirkt. Je weiter man vordringt umso beeindruckender wird das Ganze. Vom ausgestopften Grizzlybären über eine begehbare Bärenhöhle, vorbei an spielenden Fuchskindern bis hin zur ausgestopften Giraffe ist alles zu sehen. Wunderschöne Wandmalereien, toll drapierte Fischernetze an der Decke, 2 Videoräume mit Tierfilmen etc. Es war herrlich dort! Und zu guter Letzt gibts auch noch einen netten Spielplatz wo wir den Tag ausklingen ließen.
Unser Besuch auf der Heidi-Alm war auch sehr ereignisreich. Die Straße rauf auf die Alm war nämlich eine einzige Baustelle. Etliche Lastwägen und Bagger kreuzten unseren Weg, wir mussten an einer Ampel eine halbe Stunde warten und fuhren dann auf Schotter ziemlich nahe am Abgrund entlang. Dennoch erreichten wir heil unser Ziel und begaben uns auf eine Reise durch Heidi's Welt. Mehr als 100 Figuren aus der Heidiserie waren zu sehen. Lena konnte uns die eine oder andere Szene ganz genau erklären und auch Jakob fand großen Gefallen am Großvater, dem Ziegenpeter oder der Hütte vom Almöhi.
Nach einem ausgiebigen Mittagessen auf der Turracherhöhe fuhren wir dann mit der Sommerrodelbahn. Erst war mir etwas mulmig zu mute und auch Lena und Jakob wussten nicht so recht, ob sie in den "Schlitten" einsteigen sollten. Die Bahn ist doch 1600 m lang und sah von unten sehr schnell aus. s'Mannderl schnappte sich Lena und ich mir den kleinen Zwuck und ab gings mit knapp 40 km/h ins Tal. Nach der ersten Fahrt waren die Beiden begeistert und wollten sofort nochmal den Berg hoch. Das machten wir dann auch bevor wir zurück nach Bad Kleinkirchheim fuhren und uns langsam ans Koffer packen machten.
Schade, dass eine Woche immer so schnell rum ist.
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