Eigentlich war geplant, dass wir den 24.12. zu viert gemütlich zu Hause verbringen, am 25.12. zu meinen Eltern fahren und am 26.12. die Schwiegereltern besuchen. Hätten wir gerne gemacht, wäre da nicht eine Kleinigkeit dazwischen gekommen...
Am 22.12. bin ich mit stark hustendem und leicht fieberndem Kind zum Arzt gefahren. Dachte mir, ich lass den Kleinen vor den Feiertagen sicherheitshalber abhorchen. Und als ich dann die Diagnose des Arztes hörte, war ich ziemlich erschüttert. Lungenentzündung. Damit hatte ich nicht gerechnet. Mit Xiclav, Codipertussin und Nasentropfen gings wieder ab nach Hause. Und der Zustand von Jakob wurde von Stunde zu Stunde schlimmer. Ich hatte schon Angst vor der herannahenden Nacht. Und die war nicht unbegründet. Der Kleine schlief zwar beim Kuscheln in meinem Bett ein, aber dafür begann dann sein Herz zu rasen und er atmete so schnell, dass mir ganz anders wurde. Er wurde ständig wach und ich konnte die ganze Nacht auch kein Auge zutun. Wir haben uns gemeinsam auf seine Schlafcouch im Kinderzimmer gelegt. An Schlaf war jedoch nicht zu denken, viel zu groß war meine Angst, er könnte jeden Moment zu atmen aufhören. Furchtbares Gefühl.
Der 23.12. verlief dann etwas ruhiger. Lena war zur Weihnachtsfeier im Kindergarten und anschließend mit dem Mannderl in dessen Firma zum Weihnachtsessen. Jakob verbrachte den ganzen Tag schlafend, spielend oder kuschelnd bei mir im Wohnzimmer. Zwischendurch fieberte er immer wieder, aber es ging im bei Weitem besser als am Abend zuvor. Also konnte das Christkind in Ruhe den Christbaum schmücken :-)
Am Heiligen Abend waren die Kinder in der Früh schon total aufgeregt. Sie wollten sofort nach unten laufen um zu sehen, ob das Christkind schon da war. Ich konnte sie überreden, noch schnell die Zähne zu putzen und dann waren sie nicht mehr zu halten. Lena war als erste im Wohnzimmer und freute sich über den schönen Baum. Jakob war enttäuscht, dass keine Geschenke da waren... ;-) Wir retteten uns mit "Lauras Weihnachtsstern", Keksen und Spielen über den Tag. Die Kinder waren sehr anstrengend. Jakob ging es schon gut genug, seine Schwester zu ägern oder einen seiner Trotzanfälle zu haben.
Als das Christkind dann endlich läutete, flitzten wir die Stiegen runter und endlich strahlte der Christbaum und es waren Geschenke da. Für die Kinder wohl doch das Wichtigste überhaupt. Und dann der ernüchternde Moment. Ich hatte extra Prinzessinnen- und Cars-Geschenkspapier besorgt. Die Packerl wurden aufgemacht und ich sah keine strahlenden Kinderaugen sondern pure Enttäuschung in den Gesichtern der Kleinen.
Jakob: "Mama, ich hab gar keine Cars-Sachen bekommen?" und fing an zu weinen (er dachte wohl, in den Päckchen wären Lightning McQueen und Konsorten eingepackt).
Lena: "Das hab ich mir ja gar nicht gewünscht!" (ich kann beweisen, dass sie es sich gewünscht hat, hab nämlich ihren und Jakobs Wunschzettel aufgehoben - den zeige ich ihr aber nicht, weil ihn ja das Christkind mitgenommen hat).
Und irgendwie war dann das Weihnachtsfest für mich gelaufen. Ich dachte mir, die beiden freuen sich über ihre Geschenke. Lena wollte unbedingt den Baby Born Buben, damit ihre Baby Born einen Bruder hat. Ich hab dazu noch ein Packerl Kleidung dazu genommen (sogar ein Prinzenset, passend zum Prinzessinnenkleid der Baby Born), aber sie war enttäuscht, dass sie nicht den Puppenkasten bekommen hat (der gar nicht auf dem Wunschzettel stand).
Und Jakob war auch erst wieder zufrieden, als s'Mannderl mit ihm die heißersehnte Werkbank aufbaute. Als Lena das Päckchen mit den neuen Delfin-Ohrringen aufmachte, strahlten auch ihre Augen endlich wieder. Die Freude wurde jedoch getrübt, weil wir ihre medizinischen Ohrstecker nicht rausbekommen haben.
Alles in allem ein etwas komisches Weihnachtsfest... Und viele werden sich jetzt wohl denken, dass hier der Sinn des Weihnachtsfestes nicht bekannt ist. Doch doch, das ist er. Und gerade deswegen war ich auch so enttäuscht über die Reaktionen unserer Kinder.
Am Christtag kamen meine Eltern zu uns um mit uns Weihnachten zu feiern. Jakob war das überglücklichste Kind auf Erden, weil das Christkind Autos von "Cars" gebracht hat und war den ganzen Tag nur noch damit beschäftigt. Und Lena hat sich sehr über ein Spiel gefreut, welches gleich mehrere Male ausprobiert werden musste. Der Tag verlief friedlich und Jakob ging es auch ganz gut - nur der Husten quälte ihn noch recht.
Am Stefanitag hatten wir wieder Fullhouse. Schwiegermama brachte "Essen auf Rädern" (leckeren Schweinsbraten) und wir schauten uns alle gemeinsam einen Kinderfilm auf DVD an nach dem Essen. Dazu gab es natürlich wieder Kekse. Später kam noch meine Schwägerin zu uns und das Christkind hat noch einmal ein paar Päckchen für alle gebracht. Viel zu viel, wie jedes Jahr. Aber jeder möchte halt gerne etwas schenken...
2 Kommentare:
Ach du Arme!!! Da überlegt man sich, was man schenkt und dann das. Ich versteh, dass du enttäuscht warst...
Und ich hoffe, dass Jakob seine Lungenentzündung wieder überstanden hat.
Alles Liebe aus Tirol :-)
Lisle
Och, ich versteh dich. Hier ähnliche Szenen.
gute Besserung dem Kleinen!
Lg und guten Rutsch,
Karin
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